Freunde des Forstenrieder Parks e.V.

Freunde des FO-ParksUnsere Ziele im Park
Weißt du, was ein Wald ist?
Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz?
Oder ist er eine grüne Menschenfreude

Geschichte und Zukunft
Verantwortung für den Forstenrieder Park „Der Wald besteht größtenteils aus Laubholz; vorzüglich häufig kommen die majestätische Eiche, die schattende Buche und die Hagebuche vor“, beschreibt Franz von Paula Schrank 1788 den Forstenrieder Park. Er befand sich auf der Entdeckung eines wichtigen Teils der Münchner Landschaft, damals weit vor den Toren der Stadt. Heute grenzt der Park mit seinen knapp 4.000 ha Wald direkt an die südliche Stadtgrenze Münchens. Der Forstenrieder Park dient Jahrhunderte lang der Jagd der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige sowie ihrer Gäste. Am 7. Oktober 1918 erlegt, wenige Tage vor der Revolution in Bayern, König Ludwig III. den letzten Königshirsch. Die jagdliche Nutzung durch die Wittelsbacher erhält den Wald trotz seiner Nähe zu München in seiner Geschlossenheit und Größe.

Schutz des Gemeinwohls
Der Forstenrieder Park hat neben der Holznutzung eine Vielzahl von Gemeinwohlfunktionen für Klima, Trinkwasser und Erholung. Dies oft kostenlos, oder besser unbezahlt. Der Park ist ein beliebtes, stark frequentiertes Erholungsgebiet, Wald und Holz sind wichtig für die CO2-Senke. Und dennoch sind Wald und Wildpark immer wieder in Gefahr von Zerschneidung und Zerstörung. Sie werden für alternative Verwendungen in Betracht gezogen: Industriegebiete, Gewerbeparks, Umgehungsstraßen, Windkrafträder. Der Forstenrieder Park darf nicht zur beliebigen politischen Flächenreserve degradiert werden.
Den Forstenrieder Park zu schätzen und zu schützen, ihn in seinem natürlichen und kulturellen Wert erkennbar zu machen, ist eine unserer größten Aufgaben.

Zerschneidung der Landschaft
Autobahn-Südring im Forstenrieder Park? Immer wieder wird ein seit den 1940er Jahren diskutierter Lückenschluss des Autobahnrings (A 99) im südwestlichen Bereich um München vorgeschlagen. Damit sollen heute Verkehrsprobleme am Mittleren Ring und am
Nordostabschnitt der A 99 gelöst werden. Zwischen 2007 und 2010 wird diese Möglichkeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erneut geprüft. Die Freunde des Forstenrieder Parks wenden sich im Mai 2010 auch an den Ministerpräsidenten: „unser Anliegen und die Botschaft zuerst: wir erwarten von Ihnen den Einsatz gegen die Zerstörung des Forstenrieder Parks und des Wildparks infolge Zerschneidung durch den Südring. Gleichzeitig erwarten wir Impulse, die über den Tag hinaus gehen. Und dazu gehört sicher der Schutz eines historisch und in seiner Größe und Lage einmaligen Waldbestandes wie dem Forstenrieder Park.“ Wir reden hier über unser eigenstes Anliegen: die Rettung des Forstenrieder Parks, der durch die weitere Zerschneidung wertlos würde, und die Rettung des Wildparks, der durch die Zerschneidung zerstört würde.

Der Forstenrieder Park
Erholung, Naturgenuss und Naturerlebnis Naturgenuss und Naturerlebnis stehen heute im Vordergrund der Waldbesucher. Vorrangiges Ziel des regionalen Erholungskonzeptes sind daher Orte der Ruhe und Entspannung. Der naturnahe Waldbau schafft Strukturreichtum
und Vielfalt und unterstützt diese Ziele nachhaltig. Mit der Erholung ist der Wildpark untrennbar verbunden. Dieser entwickelt sich zu einem großstadtnahen Natur- und Wildtiererlebnisraum.
Der gesellschaftliche und naturräumliche Wert des Forstenrieder Parks liegt weit über seinem in Geld messbaren Wert. Als stadtnaher Wald hat der Park eine wichtige und wachsende Rolle als Bildungsort. In unserer medial und digital ausgerichteten Gesellschaft brauchen die nächsten Generationen Lern- und Erfahrungsräume, in denen sie die Natur und auch die nachhaltige Nutzung von Naturgütern erleben können.

Wald, Wert und Gefahren
Die besonderen Leistungen des Waldes für Klima, Wasser und Lärmschutz werden immer wichtiger. Als großes zusammenhängendes Waldgebiet hat der Forstenrieder Park wichtige Aufgaben für die Biodiversität. Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensgemeinschaften profitieren vom Biotopverbund gegen die Zerschneidung und Verinselung der Landschaft. Der Wald dient mit jedem Stück Holz als regenerativer CO2-Speicher. Die den Forstenrieder Park in seiner Fläche und Geschlossenheit bedrängenden und gefährdenden Bedrohungen, die ihn zu politischer Verfügungsmasse herabstufen wollen, müssen weiter verhindert werden.

Die Bürger des Großraums München erwarten, dass der wertvolle Forstenrieder Park in vollem Umfang und unzerschnitten als Wald der Münchner erhalten bleibt.

Email: info@freunde-forstenrieder-park.de

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